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Heldenplatz
Freitag, 10.09.2010 - Beginn: 19:30 Uhr
Heldenplatz
Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler unter Jubelrufen der anwesenden Wiener auf dem
Heldenplatz den Anschluss Österreichs an Deutschland. 50 Jahre später versammeln sich in einer
Wohnung in der Nähe des Heldenplatzes die Familie Schuster und der engste Freundeskreis. Der
Anlass: das Begräbnis von Professor Josef Schuster. Für diesen philosophischen Kopf, von den Nazis
verjagt, in den fünfziger Jahren aus Oxford auf seinen Lehrstuhl zurückgekehrt, gab es keinen
anderen Ausweg als den Selbstmord. Denn die Situation im gegenwärtigen Österreich sei "noch viel
schlimmer als vor fünfzig Jahren“.
Heldenplatz entstand im Auftrag von Claus Peymann als Beitrag zum 100. Jahrestag des Wiener Burgtheaters 1988, das Stück löste noch vor der Premiere einen riesigen Skandal in Österreich aus. Anlässlich der Uraufführung im "Bedenkjahr“ 1988 wurde der Text mehrheitlich als politisches Thesenstück aufgenommen; man diskutierte vor allem über die Richtigkeit der Gegenwartsdiagnose, die Robert Schuster auf dem Heimweg vom Begräbnis seines Bruders abgibt. Als besonders polemische Sätze noch vor der Uraufführung über österreichische Medien an die Öffentlichkeit gelangen, brach eine leidenschaftliche Auseinandersetzung los. Die Premiere am 4. November 1988 wurde für Thomas Bernhard zu einem letzten, triumphalen Erfolg.
Heldenplatz entstand im Auftrag von Claus Peymann als Beitrag zum 100. Jahrestag des Wiener Burgtheaters 1988, das Stück löste noch vor der Premiere einen riesigen Skandal in Österreich aus. Anlässlich der Uraufführung im "Bedenkjahr“ 1988 wurde der Text mehrheitlich als politisches Thesenstück aufgenommen; man diskutierte vor allem über die Richtigkeit der Gegenwartsdiagnose, die Robert Schuster auf dem Heimweg vom Begräbnis seines Bruders abgibt. Als besonders polemische Sätze noch vor der Uraufführung über österreichische Medien an die Öffentlichkeit gelangen, brach eine leidenschaftliche Auseinandersetzung los. Die Premiere am 4. November 1988 wurde für Thomas Bernhard zu einem letzten, triumphalen Erfolg.
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