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Simon Boccanegra

Simon Boccanegra
Das Herz des Menschen ist ein Quell ewigen Leides, heißt es in dieser von Kennern besonders geschätzten Oper Verdis. Daß es außerdem unmöglich zu sein scheint Macht und Liebe zu vereinen und trotzdem glücklich zu werden, muß auch die Titelfigur erkennen.

Location: Staatsoper Wien

verfügbare Tage:
Mai 2011
 
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Simon Boccanegra

Prolog

Simon Boccanegra, ein ehemaliger Pirat und siegreicher Admiral der genuesischen Flotte hatte Maria, die Tochter des angesehenen Patriziers Fiesco verführt. Die aus dieser Verbindung stammende Tochter wurde einer alten Frau in Obhut gegeben, die das Mädchen an einem verlassenen Meeresstrand in einer armseligen Hütte aufzieht. Fiesco der die Verbindung Simon Boccanegra-Maria ablehnt, hat die junge Mutter, die ihren Verführer widerliebt, in seinen Palast eingesperrt.
Der Anführer der Volkspartei, der populistische Paolo möchte seinen politischen Einfluß erweitern: Simon Boccanegra, der seine Geliebte nur aus den Händen ihres Vaters befreien kann wenn er genügend Macht besitzt, läßt sich von Paolo überreden für das Amt des Dogen von Genua zu kandidieren. Paolo, der im Gegenzug zum Vertrauensmann Boccanegras aufsteigt, hetzt die Volksmenge auf, für Boccanegra zu stimmen. Doch knapp bevor Simon tatsächlich zum Dogen gekürt wird, trifft er auf Fiesco: dieser ist nur bereit die Verführung seiner Tochter zu entschuldigen, wenn Simon ihm das aus dieser Verbindung stammende Kind überläßt. Da das Kind aber seit einiger Zeit unauffindbar verschwunden ist, kann dieser Wunsch nicht erfüllt werden. Fiesco verweigert daher die Vergebung. Zusätzlich muß Simon erfahren, daß Maria in ihrer Haft gestorben ist.

1. Akt (20 Jahre später)

Die schöne Amelia Grimaldi und der junge Patrizier Gabriel Adorno sind ineinander verliebt. Aber auch Paolo begehrt das junge Mädchen und - vor allem den Reichtum ihrer Familie. Er verlangt von Simon Boccanegra, der nach wie vor Doge von Genua ist, daß er sie miteinander verheiratet. Als Simon Paolos Wunsch Amelia unterbreitet, gesteht sie ihm, in Wahrheit eine Waise zu sein, die nach dem Tod der wahren Amelia Grimaldi an die Stelle der Toten getreten ist. Zu seiner großen Freude erkennt Simon in der jungen Frau seine vor 20 Jahren verschwundene Tochter. Da er ihre Abneigung gegen Paolo erkennt, verweigert Simon seinem Günstling die Heirat. Nun sinnt Paolo auf Rache: er läßt Amelia entführen und in das Haus des schwachen und rückgratlosen Lorenzino bringen. Doch Amelia gelingt es Lorenzino durch Drohungen einzuschüchtern und von ihm freigelassen zu werden. Als Gabriel von der Entführung erfährt, dringt er zu Lorenzino vor und ersticht ihn. Da er in Simon den Drahtzieher der Entführung zu sehen glaubt, versucht er ihn in einer Ratsversammlung ebenfalls zu töten. Doch Amelia wirft sich zwischen ihren Vater und ihren Geliebten. Zwar nennt sie den Namen Paolos nicht, doch errät Simon aus ihrer Erzählung wer der Hintermann dieses Verbrechens war. Auch der Doge nennt Paolos Name nicht, doch zwingt er ihn, ihm bei Sühnung der Entführung behilflich zu sein: Paolo muß öffentlich den - offiziell nicht bekannten Verbrecher - verfluchen.

2. Akt

Paolo plant Simon Boccanegra zu ermorden. Um sicher zu gehen, wählt er zwei Wege um sein Vorhaben auszuführen: er träufelt Gift in das Trinkgefäß des Dogen und stachelt Gabriel Adorno auf Simon Boccanegra im Schlaf zu erdolchen (er macht ihm weis, daß Simon ein Geliebter Amelias wäre). Er schließt Gabriel in das Zimmer des Dogen ein und entfernt sich. Amelia tritt ein. Sie wird von Gabriel zur rede gestellt, möchte aber das Geheimnis um ihr Verhältnis zum Dogen noch nicht lüften. Als die beiden den sich nahenden Dogen hören, versteckt sie ihren Geliebten. In ihrem Gespräch mit ihrem Vater nennt sie den Namen ihres Geliebten: Gabriel Adorno. Obwohl dieser gerade einen Aufstand gegen den Dogen vorbereitet, ist Simon bereit ihn zu begnadigen. Er trinkt aus dem vergifteten Becher und schläft ein. Amelia, die kurz das Zimmer verläßt kommt gerade in dem Moment herein, als Gabriele mit dem Dolch ausholt um Simon zu erstechen. Sie verhindert die Bluttat und der erwachende Doge verrät dem jungen Mann, daß er der Vater Amelias ist. Da hören sie den Lärm der Aufständischen. Gabriel bekennt sich nun zu Simon und ist bereit mit ihm zu kämpfen.

3. Akt

Die Aufständischen sind besiegt. Paolo der auf der Seite der Rebellen gekämpft hatte, ist erkannt worden und wird zum Tod verurteilt. Auf dem Weg zur Hinrichtung trifft er auf Fiesco und enthüllt ihm den Giftanschlag auf den Dogen.
Daraufhin tritt Fiesco dem sterbenden Dogen entgegen. Da erinnert ihn Simon, daß Fiesco versprochen hatte, ihm zu vergeben, wenn Simon ihm die Enkeltochter übergeben würde: er enthüllt nun die wahre Identität Amelias. Fiesco ist gebrochen und ist bereit den letzten Willen des Sterbenden zu vollstrecken: er verkündet der bewegten Menge den Tod Boccanegras und erklärt Gabriele Adorno zum neuen Dogen.